Tiergestützte Psychotherapie

EinBLICKE IN UNSERE ARBEIT mit unseren Therapietieren

„Tierisch echt. Menschlich nah.“

Ausritte im Rahmen der tier- bzw. pferdegestützten Psychotherapie

Ausritte in der tier- bzw. pferdegestützten Psychotherapie bieten Kindern (und auch Erwachsenen) eine besondere Möglichkeit, innere Prozesse in Bewegung zu bringen. Das Pferd wird dabei nicht nur als Reittier, sondern als sensibles Gegenüber wahrgenommen, das auf nonverbale Signale reagiert. Gerade für Kinder mit emotionalen, sozialen oder psychischen Belastungen ist das Erleben von Selbstwirksamkeit, getragen sein und Beziehung in Bewegung besonders heilsam.

In der Begleitung durch eine Psychotherapeutin in Kombination mit einem Therapiebegleithund (Mikasi) – wie hier im Bild – entsteht ein sicheres und wertschätzendes Setting, in dem sich das Kind spielerisch und doch tiefgreifend mit seinen Themen auseinandersetzen kann. Der Ausritt in die Natur auf unserem Therapiepferd Indi verstärkt diesen Effekt: Fernab von Klinikräumen entsteht ein Raum für neue Erfahrungen, Mut und Lebensfreude.

Diese Form der tiergestützten Therapie verbindet sanft Bewegung, Naturerleben und Beziehungsarbeit – und ist damit weit mehr als nur ein Ausflug: Sie ist Therapie in ihrer lebendigsten Form.

Hundephobie überwinden – mit vierbeiniger Unterstützung

Hundephobie, auch als Kynophobie bekannt, ist eine spezifische Angststörung, die den Alltag der Betroffenen erheblich einschränken kann. Der bloße Anblick eines Hundes, das Geräusch von Bellen oder die Erwartung einer Begegnung mit einem Hund kann intensive Angstreaktionen auslösen – von Herzrasen über Panik bis hin zum Meiden bestimmter Orte.

Im geschützten Rahmen der tiergestützten Psychotherapie kann ein behutsamer und professionell begleiteter Weg aus der Angst gefunden werden. Ein speziell ausgebildeter Therapiehund unterstützt den Prozess dabei auf einzigartige Weise: Durch seine ruhige, gut einschätzbare Art vermittelt er Sicherheit, schafft emotionale Nähe und ermöglicht erste positive Erfahrungen im Kontakt mit Hunden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung orientiert sich am individuellen Tempo der Klientin oder des Klienten. Zunächst steht das Verstehen der eigenen Angst im Vordergrund. In Gesprächen und mit Hilfe psychotherapeutischer Methoden werden Auslöser, Gedankenmuster und körperliche Reaktionen reflektiert.

Parallel wird – je nach Bereitschaft – eine schrittweise Annäherung an den Therapiehund ermöglicht:

  • Beobachten auf Distanz
  • Aufbau von Vertrauen durch klare Rituale
  • Annäherung im eigenen Tempo – erst mit dem Blick, später mit der Hand
  • Gemeinsame Aktivitäten wie Leckerli geben, spazieren gehen oder einfache Tricks

Diese expositionsbasierte Vorgehensweise, eingebettet in eine sichere therapeutische Beziehung, fördert den Abbau der Angst und stärkt das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.

Warum mit einem Therapiehund?

Hunde sind soziale Wesen, die feinfühlig auf menschliche Emotionen reagieren. Ein gut ausgebildeter Therapiehund bleibt ruhig, sendet klare Signale und begegnet Menschen mit Akzeptanz – ganz ohne Bewertung. Diese Erfahrung kann heilsam sein: Die Angst verliert ihre Macht, Vertrauen wächst.

Ziel der Behandlung ist nicht nur, Hunde wieder angstfrei begegnen zu können – sondern auch, das eigene Sicherheitsgefühl und Selbstvertrauen nachhaltig zu stärken.

Arbeite mit Unseren pferden

Tiere können helfen, eine tragfähige, therapeutische Beziehung aufzubauen und ermöglichen es PatientInnen einen Zugang zur Therapie zu finden. Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ist bekannt, dass tiergestützte Psychotherapie bei unterschiedlichen Störungsbildern effektiv sein kann. Der Einbezug von Tieren ist eine Methode, die neue Wege bietet, individuell festgelegte Therapieziele zu erreichen.

Vielen Dank für dieses Vertrauen & die wundervolle Zusammenarbeit!

In der Regel wird in der Psychotherapie in einer sogenannten Dyade, also in einer Zweierbeziehung gearbeitet. Der Therapeut spricht mit dem Patienten und umgekehrt. Jetzt kommt das Tier dazu. Somit gehen wir aus einer Zweierbeziehung in eine Dreierbeziehung. Das bedeutet folgendes wird möglich: Der PatientIn kann sehen, wie ich mit meinem Hund/Pferd umgehe, ich kann sehen, wie der/die PatientIn mit meinem Hund/Pferd umgeht oder der Therapeut und der/die PatientIn beobachte gemeinsam was der Hund/das Pferd macht. Durch diese Beobachtung bekommen sowohl der/die PatientIn als auch der/die Therapeutin Rückmeldung von dem Tier und diese Rückmeldung ist unendlich ehrlich und feinfühlig. Durch den Einsatz der Tiere schaffen wir Erlebens- und Erlebnisräume, welche die Therapie positiv unterstützen. Im Kontakt mit den Tieren können neue Strategien erprobt werden und dies hilft beim Erleben und Verstehen der eigenen Psychodynamik.